Inbetriebnahme der 20 MW Power-to-Heat-Anlage bei den Stadtwerken Neumünster

Heute wird die neue Power-to-Heat-Anlage (PtH-Anlage) bei den SWN Stadtwerken Neumünster in Betrieb genommen. Bei Planung, Bau, Betrieb und Vermarktung der Anlage am Regelenergiemarkt arbeitet SWN mit ENERSTORAGE zusammen.

 

An der feierlichen Inbetriebnahme nimmt auch Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Dr. Robert Habeck teil. Für ihn ist Power-to-Heat „ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende“. Mit einer Leistung von 20 Megawatt und einer Verfügbarkeit innerhalb von fünf Minuten, kann die neue PtH-Anlage starke Schwankungen auffangen, die durch den Einsatz erneuerbarer Erzeugungsanlagen entstehen. Gerade in Schleswig-Holstein übersteigt die Erzeugung aus Erneuerbaren den Strombedarf an windreichen Tagen um ein Vielfaches. Technologien um den erneuerbare erzeugten Strom sinnvoll zu nutzen anstatt ihn abzuregeln sind dringend gefragt.

Robert Habeck sagt dazu: „Das geplante EEG ist mutlos. Die Bundesregierung traut sich nicht, den Weg hin zur nächsten Phase der Energiewende einzuschlagen. Wir brauchen mehr Möglichkeiten, bei Netzengpässen Strom aus Erneuerbaren zu nutzen, statt ihn wegzuschmeißen. Das auf Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu beschränken, reicht nicht. Genauso brauchen wie mehr Mut zu Experimenten für die Sektorenkopplung. Hier müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit wir testen können, wie die Energiewelt der Zukunft funktioniert.“

Und Tobias Assmann, Geschäftsführer von ENERSTORAGE, erklärt: „Power-to Heat-Anlagen können in zweierlei Hinsicht wichtige Systemdienstleistungen erbringen: Sie sind sehr flexibel und haben kurze Reaktionszeiten. Das prädestiniert sie für die Teilnahme am Regelenergiemarkt und die kurzfristige Entlastung der Stromnetze. Sie können aber auch als zuschaltbare Last direkt erneuerbar erzeugten Strom in anderen Sektoren nutzbar machen.“

Neben der Anlage bei SWN betreibt ENERSTORAGE unter anderem PtH-Anlagen bei EEW Energy from Waste in Premnitz GmbH, K+S Kali GmbH und Südzucker AG (im Bau) mit einer Gesamtleistung von 65 Megawatt.