EEG Novelle unterstreicht Bedeutung von Power-to-Heat

Heute wurde die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Bundestag beschlossen. Darin enthalten sind Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien bei gleichzeitiger Wahrung der Netzsicherheit. Eine zentrale Rolle spielt hierbei Power-to-Heat. Gemäß Paragraph 13.6a im Energiewirtschaftsgesetzt (EnWG) sollen KWK-Anlagen mit komplementären Power-to-Heat-Anlagen in Höhe von insgesamt zwei Gigawatt gefördert werden. Damit wird nicht nur ein weiterer Ausbau vor allem der Windkraft im Norden Deutschlands unterstützt, sondern auch die Kosten für teure Redispatch-Maßnahmen reduziert und die dringend benötigte Wärmewende vorangebracht, Stichwort Sektorkopplung.

Die Wirkung des Paragrafen 13.6a EnWG auf die Verbreitung von Power-to-Heat wird in der Praxis jedoch (zunächst) hinter den Erwartungen zurückbleiben. Denn anders als in der EEG Novelle wird im EnWG der wettbewerbliche Ansatz nicht weitergeführt. Stattdessen ist ein Kostenersatz durch den Übertragungsnetzbetreiber geplant, der kaum dazu führen wird, dass die netztechnisch und ökonomisch sinnvollsten Standorte erschlossen werden. Auch führt der hohe Prüfungsaufwand durch den Übertragungsnetzbetreiber vermutlich dazu, dass die geplanten zwei Gigawatt Leistung nicht schnell genug kontrahiert werden. Damit bleibt aber auch wieder Hoffnung: Schließlich müssten in diesem Fall die Kriterien angepasst werden. Würde dann der Zuschlag zur Förderung über wettbewerbliche Ausschreibeverfahren ermittelt, kämen die Standorte zum Zuge, die auch über den Förderzeitraum von fünf Jahren hinaus einen wertvollen Beitrag für die Energiewende leisten können.